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Gesundheit: XII. Schwetzinger MiniSymposium mit Fachärzten

5. Oktober 2012
Herzinsuffizienz / Herzleistungsschwäche – Ein zunehmendes Problem in einer älter werdenden Gesellschaft Ursachen, Erscheinungsformen und moderne Therapie der Herzleistungsschwäche, das waren die Themen des mittlerweile XII. Schwetzinger MiniSymposiums im Lutherhaus in Schwetzingen, einer ärztlichen Fortbildungsveranstaltung, die jährlich gemeinsam durch die ze:ro Arztpraxen aus Schwetzingen, sowie die Ärzte-netze Schwetzingen und Hockenheim organisiert wird.  Nach Eröffnung der gut besuchten Veranstaltung - ca. 80 Zuhörer aus dem Kreis der niedergelassenen Ärzte des Rhein-Neckar-Kreises waren erschienen - durch die Vorsitzenden der beiden beteiligten Ärztenetze, Dr. Eckstein und Dr. Scholz, sowie den Kardiologen Dr. Salbach von den ze:ro Arztpraxen, berichteten drei namhafte Referenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln über ganz unterschiedliche Aspekte der Herzleistungsschwäche. Prof. Dr. med. Bernd Waldecker, Chefarzt der Kardiologie in den GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar GmbH in Schwetzingen, gab in einem sehr anschaulichen Vortrag einen Überblick über Ursachen und die moderne Behandlung der Herzinsuffizienz nach derzeitigem Wissensstand. Neben einer differenzierten, auf die Stadien der Herzinsuffizienz zugeschnittenen medikamentösen Behandlung verwies er auch auf die Bedeutung neuerer Techniken wie implantierbare Defibrillatoren und Methoden der kardialen Resynchronisation. Prof. Dr. med. Markus Haass, Chefarzt der Kardiologie des Theresienkrankenhauses und der St. Hedwig-Klinik in Mannheim machte auf das zunehmende Problem der häufigen Begleiterkrankungen bei den betroffenen, meist älteren Patienten, aufmerksam. Insbesondere stelle eine oft bestehende Depression die behandelnden Ärzte vor große Herausforderungen. Die große Anzahl von Medikamenten, die neben der medikamentösen Behandlung der Herzinsuffizienz zur Therapie von Begleitkrankheiten notwendig sind, erschweren den Patienten die Therapietreue. Sie stellen außerdem ein großes Potential für Wechsel- und Nebenwirkungen dar, was bei der Verordnung unbedingt beachtet werden muss und Spezialisten erfordert. Zuletzt stellte Prof. Dr. med. Vedat Schwenger, Leitender Oberarzt des Nierenzentrums der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, die Möglichkeiten der Herzinsuffizienzbehandlung dar, wenn alle medikamentösen Behandlungen ausgereizt sind. Hierbei handelt es sich um extrakorporale Dialyse- und reine Ultrafiltrationsverfahren zum Entzug von überschüssigem Wasser und Salz, sowie die sogenannte Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse), bei der das eigene Bauchfell des Patienten den Entzug von Wasser und Salz ermöglicht.

(Dr. med. Alexander Mandelbaum)

(von links nach rechts: Prof. Dr. med. Markus Haass, Dr. med. Hans-Jürgen Scholz, Prof. Dr. med. Vedat Schwenger, Prof. Dr. med. Peter Rohmeiss, Dr. med. Peter Salbach, Dr. med. Michael Eckstein, Prof. Dr. med. Bernd Waldecker, Dr. med. Alexander Mandelbaum)